Sicherheitsregeln fürs Fasten
Die Grundsätze hinter jedem Plan in der App.
Vorbereitung zählt mehr als Willenskraft
Die meisten schweren Fastenzeiten sind schwer, weil der Start überstürzt war. Fahr Koffein, Alkohol, Zucker und schweres Fertigessen in den Tagen davor herunter und verkleinere die Portionen nach und nach. Genau dafür ist die Vorbereitung in deinem Plan da. Wer sie überspringt, hat es an den ersten beiden Fastentagen meist deutlich schwerer.
Trinken
Trink über den Tag verteilt gleichmäßig Wasser statt großer Mengen auf einmal. Zu wenig und viel zu viel Wasser sind beide riskant: Sehr viel reines Wasser ohne Elektrolyte kann das Natrium in deinem Blut verdünnen (Hyponatriämie), und das ist gefährlich.
Dein tägliches Trinkziel in der App ist eine allgemeine Orientierung, keine Vorschrift. Durst, Urinfarbe und dein Befinden bleiben die hilfreichsten Signale.
Elektrolyte
Längeres Fasten kann den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt beeinflussen. Kopfschmerzen, Krämpfe, Schwindel, Herzklopfen und Müdigkeit können aber mehrere Ursachen haben. Behandle diese Beschwerden nicht selbst, indem du immer wieder Salz oder Supplements nachlegst.
Nimm Elektrolyte so ein, wie dein Plan es vorsieht, und ignorier Krämpfe oder Herzklopfen nie. Halten die Beschwerden nach den Elektrolyten an, brich das Fasten ab.
Bewegung und Autofahren
Halt die Bewegung leicht: Gehen, Dehnen, sanfte Mobilität. Meide schweres Heben, intensives Training, Sauna, heiße Bäder und lange Sonne. All das erhöht das Risiko, ohnmächtig zu werden.
Steh langsam auf. Leichter Schwindel beim Aufstehen ist beim Fasten häufig. Fahr nicht Auto und bedien keine Maschinen, wenn du dich schwindlig, schwach oder benebelt fühlst.
Schlaf und Stress
Der Schlaf wird beim Fasten oft leichter. Leg dein Fasten in eine ruhige Zeit, nicht mitten in eine anstrengende Arbeitsphase, und gönn dir mehr Ruhe als sonst.
Das Fastenbrechen gehört zum Fasten
Ein langes Fasten mit einer großen oder üppigen Mahlzeit zu beenden, kann ein Refeeding-Syndrom auslösen: eine gefährliche Verschiebung von Elektrolyten und Flüssigkeit, die das Herz belasten kann. Je länger das Fasten, desto behutsamer muss der Weg zurück zum Essen sein.
Fang mit kleinen, einfachen und leicht verdaulichen Speisen an und steigere Menge und Vielfalt nach und nach über die Tage, die dein Plan fürs Fastenbrechen vorsieht. Sieh diese Tage nie als optional.
Fasten und Psyche
Verzicht kann Angst, Niedergeschlagenheit, zwanghafte Gedanken ans Essen und Scham beim Essen verstärken. Wenn sich Fasten wie eine Strafe anfühlt, wenn es dir schwerfällt aufzuhören oder du ein Muster aus Verzicht und Essanfällen bemerkst, hör auf und hol dir Hilfe in einer Arztpraxis oder Psychotherapie.
Wenn du in einer Krise bist oder daran denkst, dir etwas anzutun, ruf sofort den Notruf oder eine Krisen-Hotline an. Diese App kann dir in dieser Situation nicht helfen.
Medikamente, Alkohol und andere Substanzen
Änder verschriebene Medikamente nie wegen dieser App. Manche Medikamente müssen mit Essen eingenommen werden, und Fasten verändert, wie Mittel gegen Bluthochdruck, für den Blutzucker und zur Blutverdünnung wirken. Frag vor dem Start in der Praxis nach, die sie verschrieben hat.
Trink keinen Alkohol während des Fastens oder zu Beginn des Fastenbrechens und meide Drogen. Beides erhöht das Risiko für Unterzucker, Austrocknung, Ohnmacht und Verletzungen.
Allein fasten
Bei Fastenzeiten über 48 Stunden sag einer Person deines Vertrauens, was du vorhast und wann du fertig sein willst, damit jemand nach dir sehen kann.
Dein Körper geht vor dem Plan
Der Plan passt sich dir an, aber du darfst jederzeit aufhören. Ein Fasten früher zu beenden ist kein Scheitern. Drinq hilft dir immer, sicher zu beenden, statt dich zum Weitermachen zu drängen.